16. Juni 2025
In vielen Esslinger Straßen ist umweltfreundliche Wärme aus der Leitung bereits heute verfügbar und laufend bauen die SWE neue Leitungen dazu. Wo Eigentümerinnen und Eigentümer ihr Gebäude bereits heute oder künftig an die Fernwärme anschließen können, finden sie jetzt einfach per Online-Adressabfrage heraus.
Der Ausbau des Fernwärmenetzes in Esslingen geht in großen Schritten voran, zum Beispiel in der östlichen Innenstadt, in Oberesslingen, in Weil oder auf der Flandernhöhe. „Allein in diesem Jahr verlegen die Stadtwerke Esslingen Wärmeleitungen auf einer Länge von rund 4.000 Trassenmetern“, sagt SWE-Geschäftsführer Jörg Zou. „Damit tragen die SWE einen wichtigen Teil dazu bei, die Wärmeversorgung vor Ort umweltfreundlicher zu gestalten.“ Der Wärmeausbau ergänzt die Wärmenetze der SWE, über die bereits heute zwölf Prozent der Esslinger Haushalte zuverlässig, preisstabil und bequem mit Wärme für Heizung und Warmwasser versorgt werden.
Ob ein Anschluss an ein Wärmenetz der SWE schon heute oder in Zukunft möglich ist, finden Gebäudeeigentümerinnen und -eigentümer nun in wenigen Schritten heraus. Auf swe.de/waerme gelangen sie zu einer Online-Abfrage. Dort können sie die Adresse des gewünschten Gebäudes eingeben und erhalten direkt eine Rückmeldung, ob die abgefragte Adresse in der Nähe einer bestehenden Wärmeleitung liegt oder in einem Straßenbereich, in dem die Fachleute der SWE ein Fernwärme-Entwicklungsprojekt planen.
„Liegt ein Treffer vor, können Interessierte per Online-Formular mit wenigen Angaben zu ihrer aktuellen Heizsituation ein Angebot anfordern“, so SWE-Vertriebsleiterin Tanja Faderl. Derzeit sei ein Anschluss an die Fernwärme in Esslingen besonders attraktiv, „denn Eigentümerinnen und Eigentümer erfüllen damit ganz automatisch die strengen Anforderungen des Gebäudeenergiegesetzes und profitieren von einem außergewöhnlichen Vorteilspreis von nur 11.000 Euro beim Hausanschluss.“ Das sei auch im Vergleich zu anderen Heizarten günstig. Planung und Ausführung des Fernwärme-Hausanschlusses sowie ein Heizungs-Service mit Rufbereitschaft kämen bei den SWE aus einer Hand und man spare sich eine eigene Heizanlage.
„Zudem sind beim Heizungstausch staatliche Fördergelder von mindestens 30 Prozent der förderfähigen Kosten möglich“, berichtet Tanja Faderl. Bei der Förderung spiele unter anderem der sogenannte Primärenergiefaktor des Fernwärmenetzes eine Rolle, der in Esslingen sehr niedrig sei. Dadurch könne bei einem Anschluss an die Wärme auch der Bedarf für weitere, oft kostspielige Effizienzmaßnahmen, wie beispielsweise eine zusätzliche Dämmung, entfallen.
Die Raumwärme macht den größten Teil des Endenergieverbrauchs in privaten Haushalten aus. Das Klimaschutzszenario der Stadt Esslingen sieht deshalb vor, dass im Jahr 2040 rund 30 Prozent der Wärme aus Wärmenetzen kommt. „Wir wissen: Die Wärmewende ist ein entscheidender Baustein bei der Energiewende“, bekräftigt SWE-Geschäftsführer Jörg Zou. „Darum bauen die SWE die Wärmenetze zügig aus und arbeiten bei der Planung eng mit der Stadt zusammen, um dieses gemeinsame Ziel zu erreichen.“
Die Fernwärme beziehen die SWE vom Fernwärmeverbund Mittlerer Neckar, das Netz reicht von Stuttgart-Münster bis nach Plochingen. Den Kern des Fernwärmeverbunds bilden die Kraftwerke Altbach, Stuttgart-Münster und Stuttgart-Gaisburg. Die Wärme, die dort ohnehin bei der Stromproduktion entsteht, wird durch isolierte Fernwärmeleitungen in Form von heißem Wasser zu den angeschlossenen Gebäuden transportiert und so sinnvoll, effizient und klimaschonend verwendet. Die Leitungen befinden sich zum größten Teil in der Erde. Bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern im Gebäude kommt die Wärme an einer platzsparenden Übergabestation an. Derzeit werden die bestehenden Kraftwerke nach und nach für kontinuierlich sinkende CO2-Emissionen und mehr Flexibilität umgebaut.
Neben der Fernwärme setzen die Stadtwerke auch auf lokale Nahwärmenetze. Sie sind zum Beispiel dann eine Alternative, wenn eine Anbindung eines Straßenzugs an das große Fernwärmenetz aus technischen Gründen nicht möglich ist. Das größte Nahwärmenetz betreiben die SWE in Ostfildern, wo im Scharnhauser Park rund 8.000 Menschen mit Wärme aus dem Holzheizkraftwerk versorgt werden.